Maulkorb für Hunde – Sicher für den Mensch & bequem für Hunde!

Ein Maulkorb wird im Rahmen von Verhaltentrainings eingesetzt und ist in vielen Situationen sogar vorgeschrieben. Daher sollte ein Hundebesitzer unbedingt einen Maulkorb für seinen Hund besitzen. Doch die Auswahl des richtigen Maulkorbes wird durch die riesige Auswahl nicht gerade erleichtert.

Maulkorb – Allgemein

Ein Maulkorb wird von vielen Menschen irrtümlicherweise als Anzeichen dafür, dass der Hund aggressiv ist, verstanden. Dabei ist der Maulkorb in vielen Situationen vorgeschrieben. Daneben gibt es gewisse Situationen, in denen ein Maulkorb einfach sinnvoll ist. Bei Spazierengehen mit dem Hund kann durch einen Maulkorb beispielsweise verhindert werden, dass der Hund ungewünschte Gegenstände frisst. Beim Tierarztbesuch ist ein Maulkorb ebenfalls meist sinnvoll, da dieser für den Hund mit Stress in Verbindung gebracht wird. Bei Verletzungen kann der Maulkorb verhindern, dass der Hund sich die Wunde aufreißt oder daran leckt, wodurch der Heilungsprozess zusätzlich in die Länge gezogen werden kann. In vielen öffentlichen Verkehrsmitteln ist ein Maulkorb gesetztlich vorgeschrieben. Daher sollte einer immer griffbereit sein, um mit dem Hund ohne Einschränkungen unterwegs sein zu können.

Maulkorb als Pflicht

Der Maulkorb in öffentlichen Verkehrsmitteln ist oft nicht nur gesetztliche Pflicht, sondern auch sehr sinnvoll. Denn wenn es da mal hektisch zugeht, kann es im Gedränge für den Hund leicht stressig werden. So kann der Hund, welcher von den Menschen oft einfach übersehen wird, unter Umständen versuchen, sich durchs Schnappen zur Wehr zu setzen. Die Maulkorbpflicht hängt von den jeweiligen Bundesländern ab. Unterschiede können sogar in den einzelnen Gemeinden bestehen. Ansonsten müssen in der Regel alle Listenhunde Maulkörbe tragen. Als solche gelten alle Rassen, welche als besonders gefährlich gelten. Die Einschätzung darüber, welche Rassen zu diesen gehören, variieren jedoch in den einzelnen Bundesländern. Daher sollte man sich vor der Reise mit dem Hund unbedingt darüber informieren. In den meisten Bundesländern gelten jedoch folgende Rassen als Listenhunde: American Pitbull Terrier, Bullterrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Rottweiler und Tosa Inu.

Wie gewöhnt man den Hund an ein Maulkorb?

Das Tier gewöhnt sich an ein Maulkorb am leichtesten, wenn es mit etwas Positiven in Verbindung gebracht wird. So kann man dem Hund beispielsweise aus dem Maulkorb etwas zum Fressen geben. Anschließend sollte der Maulkorb gelegentlich zur Anwendung kommen, damit sich der Hund an diesen auch gewöhnen kann. Am Anfang sollte der Maulkorb nicht zu lange getragen werden, sondern die Tragezeit sollte mit der Zeit ausgeweitet werden.

Die Auswahl des richtigen Maulkorbs

Der Maulkorb muss in erster Linie richtig sitzen und darf dem Hund weder zu eng, noch zu weit sein. Schließlich muss der Hund mit dem Maulkorb auch hecheln und trinken können. Aus diesem Grund können Nylonmaulschleifen nicht als Alternative für einen Maulkorb gelten. Ansonsten stellen das Material und die richtige Form des Maulkorbs die wichtigsten Faktoren bei der Auswahl des Maulkorbs dar. Die Gittermaulkörbe gehören zu den Klassikern unter den Maulkörben. Diese sind besonders dann geeignet, wenn der Hund nachweislich zum Beißen bereit ist. Durch das Gitter wird den anderen Menschen und Hunden ausreichend Schutz vor dem bissfreudigen Hund geboten. Plastikmaulkörbe sind sehr leicht und bieten dem Hund äußerst hohen Tragekomfort. Diese werden sowohl mit als auch ohne Fressschutz angeboten. Ledermaulkörbe sind bei den Hundebesitzern ebenfalls sehr beliebt. Bei besonders warmen Wetter sollten diese jedoch eher vermieden werden. Biothane-Maulkörbe gibt es in allen möglichen Farbkombinationen, sind sehr leicht und stabil. Daneben ist solch ein Maulkorb sehr pflegeleicht. Doch preislich liegt solch ein Maulkorb meist etwas höher als die anderen Modelle. Bei allen Modellen ist es sehr wichtig, den Umfang der Schnauze, die Länge der Schnauze sowie die Tiefe zu messen, um auch die richtige Größe des Maulkorbes auswählen zu können. Anschließend gilt es nur noch, den Maulkorb vor dem Kauf auszuprobieren, um an Ort und Stelle zu sehen, ob der Maulkorb auch wirklich passt.

Warum es die Maulkorbpflicht gibt

Hundehalter müssen sich an bestimmte Vorschriften und Regelungen halten, bewegen sie sich mit ihrem geliebten Vierbeiner in der Öffentlichkeit. Dazu gehört häufig neben der Einhaltung der Leinenpflicht auch das Anlegen von einem sogenannten Beißkorb für Hunde. Doch gelten diese Vorschriften überall und für alle Hunderassen? Und müssen Maulkörbe für Hunde auch in anderen Ländern genutzt werden?

Wozu der Maulkorb beim Hund dient

Gerade in öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Hektik oftmals groß – Menschen hasten gerade noch beim letzten Signal in die Bahn, um den Zug oder Bus nicht zu verpassen. Mitfahrende Hunde übersehen sie dabei im Gedränge leicht. Das kann Vierbeiner so unter Stress setzen, dass sie versuchen, sich durch Schnappen oder Beißen zu wehren. Fatal, wenn dadurch Erwachsene oder auch Kinder verletzt oder mit Tollwut angesteckt werden. Hundehalter sind deshalb in der Pflicht, andere vor solchen Situationen zu schützen.

Gleichwohl gilt: Der Maulkorb darf Hunde nicht über Gebühr einschränken, gar quälen. Notwendige Voraussetzung hierfür ist, dass er das Maul nicht einquetscht und sowohl die Aufnahme von Wasser als auch das Hecheln zur Temperaturregulierung erlaubt.

Die Maulkorbpflicht in Deutschland

Wo die Maulkorbpflicht gilt, ist Sache der Länder, zum Teil sogar der Gemeinden. Ob Sie Ihrem Vierbeiner in der Öffentlichkeit also einen Maulkorb und/ oder eine Leine verpassen müssen, ist abhängig von der jeweiligen Verwaltung.

In der Regel haben Listenhunde einen Maulkorb zu tragen und unterliegen dem Leinenzwang. Kann nachgewiesen werden, dass der Hund friedliebend ist und keine Gefahr von ihm ausgeht, kann hiervon abgesehen werden.

  • Berlin: In der Hauptstadt müssen Kampfhunde in der Öffentlichkeit sowohl an der Leine geführt als auch mit einem Maulkorb versehen werden. Selbst ins Auslaufgebieten besteht für sie Maulkorbpflicht.
  • Brandenburg: Der Maulkorbzwang gilt in Brandenburg laut Hundehalterverordnung für alle Hunde, die in öffentlichen Verkehrsmitteln transportiert werden oder sich in Verwaltungsgebäuden aufhalten.
  • Nordrhein-Westfalen: Die Maulkorbpflicht in NRW besagt, dass bestimmte Terrierarten als gefährlich gelten und deshalb Hundemaulkörbe und eine Leine tragen müssen. Auch auf Tobeflächen muss der Beißschutz dran bleiben, sofern eine Verhaltensprüfung nicht bestätigt, dass der Hund ungefährlich ist.
  • Bayern: Im Süden von Deutschland zeichnet sich, auch angesichts der Größe des Bundeslandes ein uneinheitliches Bild, was das Thema Maulkorbpflicht für Hunde angeht. Grundsätzlich erlaubt das Landesstraf- und Verordnungsgesetz (Art. 18 Abs. 2) den Gemeinden jedoch, für einen kleinen wie großen Hund einen Maulkorb anzuordnen. In den Städten München und Nürnberg, sind Kampfhunde über sechs Monaten jedoch zum Tragen eines Maulkorbs verpflichtet – dabei gilt die Maulkorbpflicht in der Bahn genauso wie auf öffentlichen Straßen.

Welche Hunderassen gelten in Deutschland als gefährliche Hunde?

Als Listenhunde werden Tiere solcher Rassen bezeichnet, die als besonders gefährlich gelten. Die Einschätzungen darüber variieren in den einzelnen Bundesländern, weshalb ein Hund nicht in ganz Deutschland als Kampfhund gelten muss.

In den meisten Gebieten gelten folgende Rassen als gefährlich:

  • American Pitbull Terrier
  • American Staffordshire Terrier
  • Bullterrier
  • Staffordshire Bullterrier
  • Tosa Inu
  • Rottweiler

Rottweiler gelten in Bayern, Brandenburg, Hamburg, Hessen und Nordrhein-Westfalen als Hunde mit Gefährdungspotenzial. Halter müssen hier besondere Auflagen erfüllen, wenn Sie einen Rottweiler besitzen. Die Maulkorbpflicht kann entfallen, wenn der Hund erfolgreich einen Wesenstest durchläuft. Der Dobermann hingegen wird nur in Brandenburg als vermutlich aggressiv eingeschätzt. Auch als Halter von einem Dobermann gilt die Maulkorbpflicht, wenn ein entsprechendes Gutachten nichts Gegenteiliges besagt.

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